Hunde in Not

So können Sie helfen?

Wir haben Therese Steuri interviewt um heraus zu finden wie man zum einen mit dem besten Freund des Menschen umgehen sollte und zum anderen, was man tun sollte, wenn Hunde in Not sind. Lesen Sie das spannende Interview und lernen Sie von dieser Tierschützerin aus erster Hand. Jeder einzelne von uns ist gefragt, um unseren Vierbeiner ein kleine Stück von dem Glück, das diese uns täglich schenken zurück zu geben.

Therese Steuri

von Therese Steuri

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Interview mit Therese Steuri

Aus Ihrer persönlichen Sicht, wie sollte ein Hundebesitzer mit seinem Hund richtig umgehen?

In der Schweiz ist es obligatorisch einen Hundeerziehungskurs in Theorie und Praxis zu absolvieren. Dabei lernen die neuen Hundebesitzer das Wichtigste vom Umgang mit dem Hund bis hin zu dessen Fütterung. In der Schweiz funktioniert die rechtliche Grundlage sehr gut und ich bin froh, dass Hundebesitzer einen Kurs im Umgang mit ihren Hunden machen müssen.

Ein Hund muss Bewegung haben und er muss spielen können. Bei der Ernährung mussten wir früher viel Zeit investieren um das optimale Futter für unsere Hunde bereit zu stellen. Heutzutage existiert viel besseres Hundefutter und ermöglicht den Hundebesitzern auf einfach Art und Weise der Ernährung ihres Hundes zu entsprechen.

Bei der Erziehung von einem Hund sollte man aus meiner Sicht fähig sein den eigenen Hund zu führen und klare Regeln zu setzen. Der Hund muss genau verstehen ob er spielen oder ob er gehorchen soll. Eine konsequente Führung des Tieres ist sehr wichtig. Generell sollte so viel Zeit wie möglich, besonders bei Welpen, verbracht werden.

Was unternehmen Sie wenn Sie einen Hund in Not sehen?

Ich rufe die Polizei an, besonders wenn ich einen Hund im Sommer in einem geschlossen Auto in der brütenden Sonne sehe. Generell sollte nie weggeschaut werden, sondern gehandelt werden. Leider befinden sich die meisten Hunde in Not in den eigenen 4 Wänden, wo es niemand anderes mitkriegt. Generell ist es sehr heikel andere Menschen in Bezug auf die Tierquälerei zu konfrontieren. Ich würde in erster Linie aber immer das Gespräch mit demjenigen suchen, der im Verdacht steht seinen Hund zu quälen.

Was sollte sich ein künftiger Hundebesitzer vor dem Kauf eines Hundes überlegen?

Hat er die nötige Zeit, das Geld und Motivation um mit einem Hund umzugehen? Diese Fragen sollten unbedingt gut durchdacht werden. Wenn ein Hund bspw. operiert werden muss, kostet dies sehr viel Geld. Es ist brutal sich vorzustellen, dass verletzte Tiere nicht operiert resp. geheilt werden können, weil das notwendige Geld fehlt. Es gab früher Fälle, in welchen Hundehalter bei Tierärzten falsche Adressen angaben, um die Rechnung nicht bezahlen zu müssen. Dies führte soweit, dass heute bei einem Notfall teilweise bar bezahlt werden muss.

In den Entscheidungsprozess sollte möglichst die ganze Familie miteinbezogen werden. Schliesslich lebt das Tier dann auch in einer Familie und nicht nur bei einem einzelnen Familienmitglied. Wenn jemand einen Hund aus dem Tierheim holen möchte, ist es wichtig die Vorgeschichte des Tieres zu kennen. Hunde haben genau wie Menschen ihre Angewohnheiten und Eigenwilligkeiten. Daher schadet es nicht, das Tier im Vorfeld etwas kennenzulernen, selbst wenn dies nie eine Garantie für tadelloses künftiges Verhalten sein kann. Dies ist besonders bei einer Direktplatzierung, bei welcher der Hund in seinem gewohnten Umfeld erlebt werden kann, vorteilhaft.

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