Hunde in Not

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Therese Steuri - gross

Über die Autorin

Guten Tag Frau Steuri, besten Dank, dass wir Sie kurz zum Thema Tierschutz, welches Sie 18 Jahre lang aktiv beschäftigte, befragen dürfen.

Wie sind Sie zum Tierschutz gekommen?

Schon als Kind wollte ich bereits den Beruf einer Tierpflegerin erlernen. Im Basler Zoo wurde eine Stelle ausgeschrieben und ich wollte mich eigentlich unbedingt darauf bewerben. Leider durfte ich meine Bewerbung damals nicht einreichen, da meine Eltern mich darauf hinwiesen, dass dieser Beruf keine Zukunft habe.

Das Thema Tierschutz und Tierpflege liess mich aber nicht mehr los und so kam es, dass ich 1985 eine Anzeige vom regionalen Tierschutzverein sah. Der Tierschutzverein suchte jemanden um im Büro mitzuarbeiten. Ich bewarb mich umgehend und kurz darauf arbeitete ich schlussendlich auch dort. Bald übernahm ich selber Tierschutzfälle und half Tiere vom Tierheim an neue Besitzer zu vermitteln.

Zusätzlich konnte ich direkt Platzierungen vermitteln. Direkt Platzierung bedeutet, dass Menschen ihr Tier nicht erst in ein Tierheim bringen mussten, sondern dieses direkt an einen anderen Besitzer überreichen konnte. Auf diese Weise wurde ich zu einer Tierschutzberaterin in der Region. Während meiner Zeit im Tierschutzverein habe ich doch noch eine Ausbildung zur Tierpflegerin machen können. 18 Jahre habe ich im Tierschutzverein mitarbeiten dürfen und erlebte viele traurige und freudige Momente. Oft musste ich viel Überzeugungsarbeit leisten um Menschen zu bewegen das Richtige für ihre Tiere zu machen. Für mich ist der Tierschutz eine Berufung. Ich konnte Menschen in Bezug auf Tiere immer gut überzeugen das Richtige zu unternehmen. Als Tierschützerin muss man nicht nur mit Tieren gut umgehen können, sondern auch mit Menschen. Schnell wurde ich in der Region bekannt und es kam soweit, dass sich Menschen mit Tierproblemen direkt bei mir meldeten.

Hatten Sie noch nach den Vermittlungen noch Kontakt zu den Menschen und Tiere?

Ja, selbst viele Jahre später stehe ich noch immer im Kontakt mit Menschen denen ich ein neues und liebes Haustier vermitteln konnte.

Was war ihr schönstes Erlebnis im Tierheim?

Die grösste Freude für mich war stets, wenn ein Tier in Not ein neues Leben in einem neuen Heim finden konnte. Das Glück des Tieres war immer auch mein Glück.

Was war schlimm für Sie?

Schlimm wurde es besonders immer, wenn Kinder sich von ihren geliebten Haustieren verabschieden mussten, weil ihre Eltern sich nicht mehr um das Tier kümmern konnten.

Sind Sie heute noch als Tierschützerin aktiv?

Nein, leider nicht mehr. Vor rund 10 Jahren habe ich mein Amt im regionalen Tierschutzverein aufgeben müssen. Leider musste ich aus bürokratischen Gründen meine Stelle im Verein aufgeben. Aber auch heute schlägt mein Herz nach wie vor für Tiere.

Was würden Sie einem Tierschützer mit auf dem Weg geben?

Ein Tierschützer sollte in erster Linie mit Menschen gut umgehen können. Nur über die Menschen erreicht ein Tierschützer die Haustiere und kann schliesslich auch Einfluss auf das Wohlergehen des Tieres nehmen. Viel Menschenkenntnis und Durchsetzungsvermögen sind dringend gefragt. Rechtliches Wissen gehört ebenso zu den Instrumenten eines Tierschützers. Denn nur über das Recht kann man nachhaltige Massnahmen umsetzen und nicht zu Letzt sollte ein Tierschützer hart im Nehmen sein.

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